Wissenswertes

Übergabe | Beim Liefertyp “Übergabe” wird euch das Fleisch direkt vom Landwirt in Freiburg übergeben. Die Übergabe findet bei einem Café oder einem Laden statt (zentrumsnah). Wir nennen die Besitzer dieser Örtlichkeiten auch “Stadt-Land-Paten”, denn sie stellen ihre Locations zur Verfügung, ohne dafür Geld zu verlangen. Danke!

Den genauen Übergabeort eurer Bestellung erfahrt ihr immer per Email. Übergeben wird immer samstags zwischen 10 und 13 Uhr. 

Bei der Wahl dieses Liefertyps entstehen keine Zusatzkosten.


Abholstation | Der Liefertermin wird bekannt gegeben, sobald der Landwirt seinen Termin beim Metzger gemacht hat. Das ist rund 2 bis 4 Wochen bevor das Fleisch ausgeliefert wird. Natürlich kann es vorkommen, dass ihr just an diesem Tag nicht könnt. Kein Problem! Jedes Netzwerk hat eine oder mehrere Abholstationen (Kühltruhen) in der Stadt, bei denen ihr völlig flexibel euer Fleisch in den Tagen nach dem Liefertermin abholen könnt.

Zusatzkosten: 5€
Diese Zusatzkosten zahlt ihr bei der Abholung des Pakets.


Nach Hause liefern (deutschlandweit) | Beim Verschicken von Fleisch muss die Kühlkette eingehalten werden (unter 7°C). Daher wird das Fleisch per Express versandt. Vorteil: das Fleisch ist superschnell bei euch. Nachteil: “Express” und die “Thermoverpackung” sind echt teuer 🙁

Versandkostenpauschale: 25€ pro angefangene 10kg
Diese Zusatzkosten zahlt ihr bei der Bestellung.

Die Pakete werden am Montag nach dem “Übergabe” Termin zur Post gebracht und treffen am nächsten Tag (Dienstag nach der “Übergabe”) dann bei euch ein. Das Datum schicken wir euch per Email zu.

Menge pro Päckchen | Alle Tiere werden direkt nach dem Zerlegen in 200-800 g schwere Päckchen vakuumiert verpackt. So kann man das Fleisch am besten über mehrere Monate im Gefrierfach aufbewahren und nach Belieben auftauen.

Anzahl der Päckchen | Bei den Produkten im Shop findet ihr immer eine Gewichtsangabe. Hiermit könnt ihr ausrechnen, wie viele Päckchen es schlussendlich sein werden. Nehmen wir beispielsweise ein halbes Heidschnucken-Lamm (ca. 6-7 kg Fleisch): Dies entspricht bei einem durchschnittlichen Päckchengewicht von 400 g also 16 Päckchen.

Welche Teile | Ein Lamm ist relativ einfach zu zerteilen. Da man ausschließlich die Größen Viertel, Halb, Ganz kaufen kann, gibt es in jedem Paket auch immer Stücke von allen Teilen des Lamms (siehe Lammfleisch).

Anspruchsvoller wird es beim Rind. Hier werden die Pakete (ca. 20-30 pro Tier) so zusammen gestellt, dass die Mischung (Steaks, Gulasch, Hackfleisch, Filet, Rouladen, etc.) stimmt.

Gefrier-Fach | Die meisten Haushalte haben einen Kühlschrank mit einem kleinen Gefrierfach. Wenn es leer ist, passen in ein solches Gefrierfach rund 6 kg Fleisch. Meistens ist aber schon etwas drin. Daher gibt es bei uns Pakete die um die 3 kg wiegen 🙂


Gefrier-Schublade | In einer Schublade eines Gefrierschrankes haben rund 8 kg Fleisch Platz.

Kommt drauf an | Die Haltbarkeit von Fleisch hängt von der Lagertemperatur und von der Fleischart ab. Begrenzender Faktor ist der Fettgehalt des Fleisches bzw. der einsetzende Fettverderb – man spricht auch vom “Ranzigwerden”. Bakterien, Hefen oder Schimmelpilze fallen bei Tiefkühltemperaturen in einen “Kälteschlaf”, vermehren sich also nicht. Allerdings überleben die meisten Mikroorganismen, werden beim Auftauen wieder aktiv und können sich vermehren. Deswegen sollte Fleisch langsam im Kühlschrank aufgetaut und die Auftauflüssigkeit weggeschüttet werden.

Lagerdauer in der Gefriere (-18 °C)

  • Rindfleisch, 10-12 Monate
  • Kalbfleisch, 9-12 Monate
  • Lamm- und Schweinefleisch (mager), 6-8 Monate
  • Schweinefleisch (fett), 4 Monate
  • Hackfleisch (mager), 1-3 Monate
  • Hackfleisch (fett), 1 Monat
  • Hähnchen, 8-10 Monate

Quelle: Verbraucherzentrale Deutschland

Bio Siegel | Es gibt viele Bio-Siegel und alle haben verschiedene Ansprüche an die Landwirte. Auch wenn der Siegel-Dschungel mittlerweile nur noch wenig Übersichtlichkeit bietet und immer wieder Ungereimtheiten auftauchen, finden wir Bio-Siegel eine sinnvolle Errungenschaft, um Konsumenten auf eine einfache Art und Weise bei der Kaufentscheidung zu helfen.

Sie sind allerdings nicht das Non-plus-ultra und tun sich insbesondere bei dem Thema “Regionalität” und bei “kleinen Landwirten” sehr schwer. Diese beiden Bereiche stehen im Fokus von Cowfunding und daher rückt das Bio-Siegel bei uns mehr in den Hintergrund.

Transparenz | Auf unserer Webseite, über Facebook und mittels unserer Blogs möchten wir einen Schritt weiter gehen, als die Bio-Siegel. Wir möchten Transparenz schaffen und der Entfremdung von Stadt und Land entgegenwirken. Durch die vielen Geschichten sollt ihr euch eure eigene Meinung bilden können – ohne dabei einem Siegel glauben schenken zu müssen.

Aus diesen Gründen zeichnen wir auf unserer Webseite nicht aus, ob ein Landwirt bio-zertifiziert ist oder nicht – obwohl es einige sind.

Überzeugt euch selbst von der Tierhaltung, besucht die Landwirte und stellt eure Fragen! Nur im Dialog können wir verstehen, was hinter unserem Essen steckt.

Ehrlicher Preis | Einer der Hauptgründe warum es Cowfunding überhaupt gibt, ist, dass kleinere Landwirte endlich wieder ein größeres Stück vom Kuchen bekommen sollen. Als Plattform bieten wir den Landwirten die Möglichkeit, ihre Tiere direkt an die Endkunden zu vermarkten.

Die meisten Hofbesitzer sind mittlerweile Teilzeitlandwirte, so dass es für sie nicht lohnt, einen eigenen Marktstand oder gar einen Onlineshop zu betreiben.

Preis-Leistung | Trotzdem sollen die Preise bei Cowfunding vergleichbar sein. Unser Anspruch ist ein ehrliches Preis-Leistungs-Verhältnis. Es wird keiner reich damit, aber für 5€ die Stunde soll ein Landwirt auch nicht arbeiten müssen (bei kleinbäuerlichen Landwirten gibt es keinen Mindestlohn).

Qualität durch Feedback | Eure Ansprüche sind unsere Arbeit. In der Vergangenheit haben wir tolles Feedback von euch erhalten und viele Dinge angepasst; angefangen bei den Verpackungsgrößen (zu groß) über Produkte auf der Webseite (Gutschein) bis hin zu den News (facebook). Je mehr Landwirte Cowfunding nutzen, desto mehr werden wir auch an der Qualitätssicherung der Produktionsseite arbeiten.

Produktionsseite | Dazu zählt beispielsweise die Qualität des Metzgers (saubere Arbeit; nicht zu viel Fett und Sehnen) oder die Qualität des Fleisches (Alter & Rasse der Tiere, Reifungprozess). Es geht uns darum, den Landwirten und Metzgern euer Feedback weiter zu leiten, so dass sie ihre Arbeit kontinuierlich verbessern können.

Fleisch- und Fellkunde

1. Suppenfleisch | Das Suppenfleisch wird aus der Brust, Schulter und der sogenannten Querrippe des Rinds gewonnen. Das Fleisch ist fest, mit Fleischfett überzogenes und eignet sich sich sehr gut zum Kochen. Das Suppenfleisch findet eine hervorragende Verwendung für deftige und kräftige Eintöpfe.

2. Steaks | Das Fleisch für die Steaks wird aus der Fehl- und Hochrippe des Rinds gewonnen. Alles Fachbegriffe, ich weiß. Sagen wir einfach aus dem Rücken. Von feinen Fettäderchen durchzogen, bleibt das muskulöse Fleisch beim Braten oder Grillen sehr saftig. Aus diesem Teil wird auch das bekannte “Côte de Boeuf” gewonnen.

3. Hack | Das Hackfleisch wird aus der Dünnung der Rinder gewonnen. Dies sind im Grunde die Bauchmuskeln. Sie sind ähnlich fettreich wie Suppenfleisch und werden als Hack zu saftigen Frikadellen, herrlichen Hackbraten oder dreistöckigen Hamburgern.

4. Rouladen/ Braten | Rouladen- und Bratenfleisch wird aus der Hüfte und aus der Ober- und Unterschale (dem Popo 🙂 ) des Rinds verarbeitet. Das Fleisch hat eine lockere Faserstruktur, wodurch es auch beim Schmoren, Kochen, Pökeln oder Braten zart und saftig bleibt.

5. Filet | Das Filet liegt unter dem Zwischenrippenstück des Rinds. Da die innere Rückenmuskulatur weniger beansprucht wird, ist das Filetfleisch ganz besonders zart und feinfaserig.


1. Hals & Nacken
| Fleisch aus diesem Bereich ist mit feinem, weißem Fett durchzogen und deshalb angenehm saftig. Aus Hals & Nacken kann man ein köstliches Ragout, herzhaftes Gulasch und deftige Eintöpfe wie das berühmte „Irish Stew“ zaubern.

2. Rücken | Der Lammrücken wird in 2-3 cm dicke Koteletts zerteilt. Koteletts eignen sich ideal zum Anbraten und Grillen.

3. Schulter | Die Schulter wird oft für Roll- und Schmorbraten verwendet, aber auch zum Grillen auf Fleischspießen. Gulasch, Eintopf oder kräftige Gemüsesuppen können ebenfalls aus der Lammschulter zubereitet werden.

4. Rippchen | Rippchen haben einen hohen Fettanteil und sind ideal für Eintöpfe, Gulasch, Ragouts oder Suppen. Zerteilt schmecken sie auch wunderbar gebraten oder gegrillt.

5. Keule | Der Klassiker für Lammliebhaber. Sie eignet sich besonders gut zum Braten. Es empfiehlt sich, sie mit dem Knochen zuzubereiten: So hält sie besser zusammen und lässt sich leichter aufschneiden. Für Spieße und Fondue schneidet man das Fleisch in kleine Würfel.

6. Haxen | Die Lammhaxen werden aus dem unteren Teil der Keule geschnitten. Vorzüglich schmecken sie gebraten oder geschmort und sind als Portion für eine Person genau richtig.

1. Nacken (Kamm)6. Keule mit Oberschale
2. Fehlrippe/Hohe Rippe9. + 10. Brust
3. Hochrippe11. Schulter
4. Filet 
5. Hüfte (Blume) 

Alles verwerten | Je nach dem, um welche Tierrasse es sich handelt, kann ein Tierfell mehr oder weniger einfach gegerbt werden. Unser Ziel ist immer die 100% Verwertung eines Tieres. Manche Tierfelle möchte die Geberei selbst vertreiben, so dass nicht jeder Hänger Felle oder Leder anbietet.

Gerbprozess | Nachdem der Metzger sein Handwerk verrichtet hat, übergeben wir die Felle einer lokalen Gerberei. Der Gerbprozess läuft folgendermaßen ab: Zuerst werden die Felle in einem Weichbad gewaschen und dann entfleischt. Anschließend gehen sie ins Pickelbad und zu guter Letzt ins Gerbbad. Bevor die Felle dann an euch verschickt werden, werden sie noch gefettet. Ein spannender Handwerksprozess, der seine 5 – 6 Monate dauert.

Die Felle werden medizinisch gegerbt und sind von Hand bei 30° waschbar – man sollte sie anschließend nicht im Wäschetrockner trocknen! Die gelbliche Färbung entsteht im Gerbprozess und variiert von Fell zu Fell. Dies ist insbesondere bei den weißen Fellen zu sehen.

Die Farbe des Leders variiert stark von der Tierrasse. Falls ihr mehr wissen wollt, schaut einfach mal auf die Webseite von unseren Gebereien: www.gerberei-trautwein.de oder www.gerberei-boehnisch.de

Sparfüchse & Kräftige Hände

Verkauf nach Gewicht | Im Gegensatz zu Lämmern, die als Viertel, Halbes oder Ganzes angeboten werden, gibt es bei Rindern Fleischpakete, die nach Gewicht verkauft werden.

Zum Zeitpunkt des einzelnen Cowfunding Starts weiß aber noch keiner, wieviel Fleisch später heraus kommt. Daher wird geschätzt. Und um nicht zu viel zu verkaufen wird konservativ geschätzt.

Nachdem das Tier beim Metzger geschlachtet wurde kann es gewogen werden – erst dann wissen wir die endgültige Anzahl der möglichen Fleischpakete. Da dann nur noch wenig Zeit für den Verkauf ist, werden diese Fleischpakete mittels “On Sale” Deals auf unserer Facebook Seite angeboten.

Anpacken | Ihr habt Interesse auf einem Hof mitzuhelfen, sei es beim Zäune Machen, Heuen, Füttern, Misten oder Scheren? Meldet euch einfach direkt bei einem von unseren Landwirten. Es gibt immer was zu tun …

Viele weitere Produkte | Ein Hof hat nicht nur Tiere, sondern oft auch ein Stück Wald, Ackerland, eine oder mehrere Ferienwohnungen oder auch eine Brennerei. Wenn ihr auf der Suche nach Holz, Heu, Schnaps oder Ferien auf dem Bauernhof seid, dann schaut einfach mal nach den Profilen der Landwirte und findet heraus, was es in eurer Region so alles gibt.

Welt verbessern

Regionalität | In erster Linie geht es uns darum, den Konsumenten besser mit der regionalen Landwirtschaft zu verbinden. In unseren Supermärkten und Metzgereien gibt es immer noch viel zu viel Fleisch, das hunderte Kilometer zurückgelegt hat, um in den Kühlregalen oder Fleischtheken zu landen.

Regionalität heißt Dezentralität. Unser Ziel ist es, die einzelnen Städte wieder mit ihrer Umgebung zu verbinden. Die Menschen sollen nicht nur wissen woher ihr Fleisch kommt, sondern auch die Bauernhöfe aus ihrer Region besuchen können – um sich selbst ein Bild davon zu machen, wo und wie die Tiere aufwachsen.

Kleinbäuerliche Landwirte | In den letzten 50 Jahren hat Deutschland 90% seiner kleinbäuerlichen Betriebe verloren. Sie sind dem wirtschaftlichen Streben nach Effizienz zum Opfer gefallen. Große Betriebe können günstiger und in größeren Mengen produzieren – und Supermärkte kaufen lieber große Mengen von einem Betrieb statt von fünfzig kleinen Betrieben.

Darüber hinaus gibt es in Deutschland viele bergige Regionen, deren natürliche Landschaftsform eine Bewirtschaftung weniger kosteneffizient aussehen lässt.

In vielen Teilen Deutschlands ist die kleinbäuerliche Viehwirtschaft vor allem in diesen bergigen Regionen heimisch. Während man das flache Land für Acker- und Gemüsebau nutzt, wird an den Hängen das Vieh gehalten.

Unser Ziel ist es, insbesondere kleinbäuerlichen Betrieben (meist mit Nebenerwerbslandwirten) die notwendige Unterstützung zu geben, ihre Tiere besser direkt zu vermarkten.